Frühling

Lass dich überwältigen vom Frühling. Verlier dich selbst und gib dich ihm ganz hin. Lass dich treiben und umfangen von ihm. Geniesse die Berührungen der Wärme. Lass dich verführen von der Kraft die jeden Tag wächst und stärker wird. Die Kraft, die in die Bäume schiesst. Zweifle keinen Augenblick daran, dass er siegen wird. Spüre … Weiterlesen Frühling

Mein Vater

Zwölf Jahre ist es jetzt her, seit mein Vater zu Asche wurde, in den Himmel ging, sich auflöste, aus meinem Gesichtsfeld verschwand, aufhörte in der Realität zu existieren. Heute überkam mich im Bruchteil einer Sekunde plötzlich eine verzweifelte Sehnsucht nach ihm. Ich kann nicht beurteilen, ob es die Sehnsucht nach seiner Körperlichkeit war, nach seiner … Weiterlesen Mein Vater

Schnee in Züri

Fein fallen die Flocken vom Himmel. Unzählige tanzen und schweben. Jede ein Unikat, einzigartig und individuell. Sie fallen und fallen und erreichen schliesslich den Boden. Sammeln sich, schichten sich, verdichten sich. Schmelzen zusammen mit den anderen. Sie werden nass und schwer, brechen Äste und engen ein. Masse halt. Sie hindert mich am Fortkommen, drückt mich … Weiterlesen Schnee in Züri

Das Universum und der Mann

Da sass ich also nach 6 Tagen Quarantäne und zwei negativen Tests am See an der Sonne, unglaublich dankbar, unglaublich glücklich und genoss die Wärme, den Herbst, die goldenen Blätter, die Schönheit. Und ich dachte wieder einmal über Niklas Luhmanns Buch "Vertrauen" nach. Der Anfang des Buches geht so: "Vertrauen im weitesten Sinne eines Zutrauens … Weiterlesen Das Universum und der Mann

Ruhe

Gerne würde ich die Ruhe beschreiben können, die mich hier auf dem Land umgibt und die in mich einsickert und sich in mir ausbreitet. Sie hat nichts mit Stille zu tun, im Gegenteil, erst der unablässsige Strom von Geräuschen die mich umgeben machen diese Ruhe aus. Ich höre das Rauschen eines Baches, fliessend, Kuhglockengebimmel, monoton, … Weiterlesen Ruhe