Heute ist einer der ersten Frühlingstage. Sonne, Leichtigkeit, Draussen sein. Corona ist für ein oaar Stunden vergessen.
Ich komme erst am Nchmittag in den Coworkingspace an der Kangstrasse. Langstrasse, Schmelzpunkt der Kulturen, Multikulti, toll finde ich das. Das wahre Leben.
Vor dem Arbeiten noch einen kaffee trinken und eine Zigarette rauchen vor dem Workspace. In der Sonne. Im Frühling.
Erst kommt ein junger Junkie und will Geld.
Dann kommt ein Ausländer (Inder? Pakistani?) Er will eine Zigarette. Ich gebe ihm die Zigarette. Er will Feuer. Mein Feuerzeug. ich gebe ihm mein Feuerzeug. Obwohl Corona. Es funktioniert nicht. Und was passiert dann?
Er ohrfeigt mich. So, dass meine Zigarette aus meinem Mund fliegt und zu Boden fällt. EINFACH SO.
Mir tut die Wange immer noch weh. Und ich bin wütend. Elendiglich wütend.
Würde ich heute alle ausländischen Männer aus Chauvikulturen nach hause schicken? Sofort. Unbedingt. Ich würde jede Abstimmung bejahren, die sie mir vom Hals hält in meinem eigenen Land. Alle. Unbesehen.
Ist das überrreagiert? Ich habe in meinem Leben noch nie eine Ohrfeige bekommen. Ich habe noch nie eine Ohrfeige bekommen, nachdem ich jemandem etwas gegeben habe.
Diese Ohrfeige bedeutet für mich Erniedrigung, Demütigung, Respektlosigkeit, einfach weil ich ich bin. Vielleicht weil ich eine Frau bin, vielleicht, weil ich Schweizerin bin. Ich will gar nicht wissen, warum.
Aber ich will absolut nichts mit einem Mann und seiner Kultur zu tun haben, dem es in den Sinn kommt, eine Frau zu ohrfeigen aus keinem speziellen Grund.
Er lief dann weg und kam noch einmal zurück. Nicht, um sich zu entschuldigen, obwohl ich ihn angeschrien habe. Sondern weil er das Feuerzeug noch einmal wollte…
Go home weit weg, dummer Mann, kann ich da nur sagen.