Ruhe

Gerne würde ich die Ruhe beschreiben können, die mich hier auf dem Land umgibt und die in mich einsickert und sich in mir ausbreitet.

Sie hat nichts mit Stille zu tun, im Gegenteil, erst der unablässsige Strom von Geräuschen die mich umgeben machen diese Ruhe aus.

Ich höre das Rauschen eines Baches, fliessend, Kuhglockengebimmel, monoton, Vögel, auf- und abebbend, Grillen, eine Säge weit weg.

Es ist ein Lauf der Welt Gefühl. Ein Strom des Lebens Gefühl. Ein nah und fern, laut und leise. die Geräusche verändern sich in jedem Augenblick und bleiben trotzdem beruhigend gleich. Und sie erinnern mich an Geräusche aus einer fernen Zeit, sie tönen genau gleich wie die Sommer meiner Kindheit auf dem Land, wie die Tage der Ferien bei meiner Grossmutter oder die Sonntage als Teenager. Sie sind eine bekannte und doch gänzlich dem Augenblick entsprungene Erfahrung, verbinden mich mit mir, mit dem Leben, mit der Vergangenheit. Alle Gefühle kommen zur Ruhe.

Gerne würde ich diese Ruhe beschreiben, die ich fast anfassen kann, die aus Lärm besteht, die so körperlich ist, aber sie ist ein angehaltener Zustand, den ich nicht beschreiben kann ohne das er mir entwischt.

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